HALBFINALE! Sieg in Overtime im 3. Spiel!

Nach der knappen Niederlage im zweiten Spiel hiess es also heute für die beiden Teams “do or die”. Das dritte Spiel sollte also den Halbfinal-Teilnehmer hervorbringen und prächtiges Streethockey-Wetter, 85 Zuschauer und SSHA-Schiedsrichter boten den würdigen Rahmen für eine solche Entscheidung. Die Devils immer noch ersatzgeschwächt gingen von Beginn weg konzentriert zur Sache und Marco “Dino” Zaugg im Kasten der Devils bot seinen Vorderleuten einen soliden Rückhalt und strahlte Ruhe und Sicherheit aus. Im selben Stil wie ihr Keeper machten sich die Devils also daran, die Gäste-Verteidigung zu knacken.

Nach 6 Minuten traf Jan Starkermann zum 1:0, die erste Hürde war also genommen und man geriet nicht in Rückstand, wie es noch am Vortag der Fall gewesen war. Die Defensive der Devils stand gut und wie bereits erwähnt hielt Dino Zaugg dicht. Die Gäste erarbeiteten sich zwar Chancen, aber die Devils konnten eine zaghafte optische Überlegenheit vorweisen. Dieses kleine Chancenplus wurde dann auch in Tore umgemünzt, doch liess die wiederum starke Leistung des Gäste-Keepers Hiltbrunner, diese Ummünzung erst im zweiten Drittel erfolgen. Adrian Gerber war als erster an einem Abpraller dran und schaufelte ein zum 2:0 gespielt waren 6 Minuten im zweiten Drittel. Der Allrounder Gerber hatte seinen ersten Playoff-Treffer redlich verdient und sich hart erarbeitet. Doch es kam noch besser für die Teufel: in der 34. Minute erhöhte Felber auf 3:0. Die beiden souveränen Schiedsrichter Michel Liechti und Richi Ochsner liessen keine Diskussionen und/oder Gehässigkeiten aufkommen und die Devils genossen diese Rückkehr zum Hockey sichtlich – kein Vergleich zu den beiden vorangegangenen Spielen. Burgdorf seinerseits begann langsam zu verzweifeln, die 0 stand immer noch als es bereits Richtung zweite Drittelspause ging. Doch 1! Sekunde vor Drittelsende traf Aeschlimann für die Gäste mit einem satten Slapshot. Ein denkbar schlechter Zeitpunkt für ein Tor.

Im Schlussabschnitt zeigten die Gäste dann, dass dieser Treffer sie beflügelt hatte, innerhalb 44 Sekunden war die Zweitoreführung der Devils Geschichte und das Spiel begann von vorne. Dino Zaugg machte Stefan Ruch platz. Diese zwei Tore innerhalb weniger als einer Minute schmälern allerdings die sehr gute Leistung von Zaugg nur minim. 3:3 nachdem man das Spiel 40 Minuten eigentlich unter Kontrolle hatte, der Schock war den meisten Devils ins Gesicht geschrieben. Die Einwechslung von Ruch und die Erinnerung daran, dass noch nichts entschieden ist, liessen die Konzentration allerdings wieder nach vorne wandern. Knapp zwei Minuten nach dem Ausgleich erzielte Toby Leuenberger das 4:3, doch die Gäste hatten nun Lunte gerochen und glaubten wieder an ihre Chance. Die Folge war der erneute Ausgleich. So wogte das Spiel hin und her, die Devils legten ein Tor vor, die Burgdorfer glichen aus. Das letzte Tor innerhalb der regulären 60 Minuten war den Gästen vorbehalten. Krähenbühl traf zum 6:6 und noch waren 4 Minuten zu spielen. Doch die reguläre Spielzeit brachte keine Tore mehr, obwohl Chancen auf beiden Seiten vorhanden gewesen wären.

So musste wieder Überzeit gemacht werden. Die Overtime sollte also nun entscheiden, wer den Halbfinal gegen die Admirals aus Lenzburg bestreitet. 18 Sekunden waren gespielt, als Aeschlimanns Beinstellen den Devils eine gute Möglichkeit brachte die Entscheidung im Powerplay zu finden. Doch das Powerplay blieb ungenutzt und die Spannung stieg weiter an. In der 63. Minute erkämpfte sich der starke Captain Patrick Gerber die Kugel in der eigenen Platzhälfte und tankte sich auf der rechten Seite durch. Roger Felber klinkte sich in diesen Angriff ein und lauerte am langen Pfosten – Querpass – Schuss – Tor – die Devils im Halbfinale! Felber hatte wieder mal gezeigt, dass er für die wichtigen Tore da ist und die Devils konnten diese knappe Serie schlussendlich für sich entscheiden. Erleichterung und Freude bei den Devils und einem Grossteil der Zuschauer waren gross.

Fazit: Eine äusserst knappe Serie und umso grösser ist die Freude über das Weiterkommen. Burgdorf hatte im 3. Spiel gezeigt, dass sie auch mit spielerischen Mitteln den Devils das Leben mehr als nur schwer machen können und hätte genauso gut ins Halbfinale vorstossen können. Zwei Verlängerungen in drei Spielen, viel knapper kann eine Serie nicht entschieden werden und Burgdorf war ein erwartet schwieriger und unangenehmer Gegner. Schön, dass im 3. Spiel wieder der Fokus auf Hockey lag und nicht Diskussionen und Gehässigkeiten das Spiel zeichneten.

[Fotos zum Spiel]


Devils I – Alchenflüh-Burgdorf I 7:6 nV (1:0/2:1/3:5/1:0)

SR: Liechti, Ochsner (SSHA)

Zuschauer: 85

6. Starkermann J. (Häfelfinger) 1:0, 26. Gerber Adrian (Felber) 2:0, 34. Felber (Gerber Patrick) 3:0, 40. Aeschlimann (Hiltbrunner) 3:1, 41. Rindlisbacher 3:2, 41. Krähenbühl (Diggelmann B.) 3:3, 43. Leuenberger (Widmer) 4:3, 49. Hänggi (Diggelmann B., Aeschlimann) 4:4, 55. Leuenberger (Widmer, Röthlisberger) 5:4, 55. Krähenbühl (Hänggi) 5:5, 55. Widmer (Leuenberger) 6:5, 56. Krähenbühl (Aeschlimann) 6:6, 63. Felber (Gerber Patrick) 7:6

Strafen: Langenthal 6×2, Alchenflüh 7×2 + 10 (Burkhalter M.)

Bemerkungen: 40:44 Stefan Ruch für Marco Zaugg im Tor

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