Devils I unterliegen im NLB Spitzenspiel Chaux Fonds

Wie die Spiele zuvor mussten die Aktiven I der Langenthal Devils auf zwei junge Spieler zurückgreifen um einen gesamten Block Abwesende zu kompensieren. Paolo Marti sowie Hans Lötscher sprangen wiederum in die grosse Bresche.

Das Spiel begann alles andere als optimal für die Langenthaler. Wie in den Partien zuvor wurde den Stürmern aus Chaux Fonds viel zu viel Platz gelassen, sowie zu wenig an den Körper gespielt, so dass diese schalten und walten konnten wie belieben. Nach nur sieben Minuten stand es schon 3:0 für die Neuenburger. Auch das Timeout der Langenthaler nutzte zu diesem Zeitpunkt wenig. Die Devils spielten mit zu wenig läuferischem Engagement und spulten auch die restliche Zeit lethargisch herunter. Chaux Fonds konnte dadurch durch weitere zwei Nachschusstore das Skore sogar auf 5:0 ausbauen.

Durch dumme Strafen anfangs des 2. Drittels kamen die Devils wieder ins Spiel. Innert Minutenfrist erzielten Suter und Garnier zwei wichtige Tore. Der Biss und das läuferische Engagement waren plötzlich da. Auch ein weiteres Tor zum 6:2 für Chaux liess den Lauf der Devils nicht brechen. Man ackerte und wollte zurück ins Spiel. Marti konnte durch einen Abpraller in der 34. Minute profitieren und erzielte das dritte Tor für die Devils.

Die Jungen (Unerfahrenen) machten auch gegen Chaux Fonds wiederum einen sehr guten Job und konnten die fehlenden Akteure teils sehr gut ersetzen. 7:3 Stand es als die beiden Teams in die 2. Pause gingen.

Nervös startete Chaux Fonds ins letzte Drittel. Im Gegensatz zu den Devils, welche eine grosse Moral aufwiesen und mit Kampf die Truppe aus Chaux Fonds nun einschnürte. So wie Diener schon im ersten Drittel als Vorbild vorausgehend, spielte nun jeder Akteur der Devils aufsässig und gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe. Ab der 48. Minute sahen die Zuschauer im Minutentakt Tore der Devils, eines schöner als das andere, welches den Höhepunkt in einem sehenswerten Konter von Diener fand, welcher den Ball unter die Latte hängte.

Die Devils im Rausch, Chaux Fonds am Boden. Was für ein Spiel!

Als schlechte Verlierer drei Minuten vor dem Spielende meckerten und beschimpften die Neuenburger nun alle und alles mitsamt den Schiedsrichtern, welche jedoch die Aktionen grosszügig übersahen.

Die Devils liessen die Gäste jedoch durch eine dumme Strafe zurück ins Spiel kommen und Chaux Fonds übernahm wieder das Zepter. In einem 3 gegen 2 Powerplay konnten die Gäste das Spiel in der 58. Minute wieder ausgleichen.

In den Aktionen zum Ende des Spiels fehlte es den Devils plötzlich an Cleverness und man suchte die Flucht grundlos nach vorne. Einmal konnte Ruch in dieser Phase eine 1:0 Situation noch ausmerzen. Doch als in der 59. Minute eine 2 gegen 0 Situation entstand durch Unvermögen der Devils Hinterleute, war das Spiel gekippt und Chaux Fonds mit 9:8 wiederum in Front.

Ein weiterer haarsträubender Auslösefehler ermöglichte es den Gästen nur eine Aktion nach dem Führungstreffer zu einem weiteren Tor. Ohne den Torhüter versuchten die Devils noch den Anschusstreffer zu erzielen in der letzten Spielminute. Der Erfolg blieb jedoch aus und ein weiterer Gegentreffer musste zum Endstand von 11:8 noch hingenommen werden.

Chaux Fonds zuvor als Kindergartentruppe war im Hoch und feierten den Sieg als ob es der Titel wäre. Die Devils welche nach 57 Minuten schon wie als Sieger aussahen waren am Boden. Aufgrund der fehlenden Cleverness und eigenem Unvermögen liess man das Spiel welches eigentlich keinen Sieger verdiente in den letzten Minuten aus der Hand gleiten.

Die mangelnde Routine sowie Kadertiefe in der Defensive war wohl das Zünglein an der Waage.

Trotzdem zeigt das Spiel dass die Devils wenn man den Kampf sucht im Gegensatz zum Spiel in Worblaufen auch etwas bewegen kann. Jeder Akteur konnte ab der Spielhälfte Akzente setzen und zum Teamgeist beitragen. Bleibt zu hoffen dass nach Neujahr die Devils wieder aus dem Vollen schöpfen können und mit den beiden Topskorern Heer und Felber sowie den Routiniers Röthlisberger und Spichtin in der Defensive stabiler werden. Bei den Devils II fehlt es momentan an Tiefe des Kaders bzw. Motivation um mehr als zwei Akteure zu rekrutieren, was Chaux Fonds grosses Plus war in der Partie gegen die Devils, da auf komplette drei Linien zurückgegriffen werden konnte mit Hilfe des zweiten Teams.

Spielfeldrandnotiz: Patrick Gerber in seinem 128 Qualispiel hat mit seinen drei Assists die Marke von 300 Skorerpunkte als erster Devil überschritten; neu 166 Tore und 136 Assists. Gratulation!

[Fotos zum Spiel]


Devils I – Chaux Fonds I 8:11 (0:5/3:2/5:4)

Streethockeyplatz Hard

Zuschauer: 40

SR: Bettlach

6. Simon 0:1, 7. Calame (Simon) 0:2, 7. Simon (Kohli) 0:3, 10. Calame (Robert) 0:4, 18. Simon (Parrazolo) 0:5, 23. Suter (P. Gerber / PP Ausschluss Kohli) 1:5, 23. Garnier (Kaufmann / PP Ausschluss Bourquin) 2:5, 32. Robert (Calame C., Calame L.) 2:6, 33. Marti 3:6, 37. Heumoz 3:7, 49. A. Gerber (P. Gerber) 4:7, 49. Starkermann (Kaufmann) 5:7, 55. Marti (Suter / PP Ausschluss Simon) 6:7, 57. A. Gerber (Garnier) 7:7, 58. Diener (P. Gerber) 8:7, 58. Tschanz (Calame C. / PP Ausschluss Starkermann) 8:8, 59. Robert 8:9, 60. Calame C. (Tschanz) 8:10, 60. Vaucher (Bourquin / ins leere Tor) 8:11

Strafen: Devils 7x2min / Chaux Fonds 9x2min + 10min Heumoz

Team Devils: Ruch, Burkhard, Starkermann, Kaufmann, Kurt, Lötscher, Suter, Garnier, A. Gerber, P. Gerber, Marti, Diener

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