Devils stehen im NLB Halbfinale gegen Worblaufen

Mit einem Sieg im 3. Spiel gegen Alchenflüh sichern sich die Devils den Einzug in das Halbfinale.

Nur einen Tag nach dem Sieg der Devils auswärts in Kirchberg standen sich die Teams wiederum gegenüber.

Wie den Alchenflüher fehlte es auch den Devils an zwei Leistungsträger in defensiver Hinsicht. Das Team machte die Absenzen jedoch durch Leistung wett.

Die Devils starteten abgeklärt in die Partie. Schnell war den Zuschauer bewusst, dass das Spiel eher auf taktische Vorzeichen ausgelegt war. Keines der Teams wollte deshalb defensive Fehler begehen. Die Devils nahmen jedoch das Zepter in die Hand und hatten mehr Spielanteile durch läuferische Akzente. Andreas Gerber war es dann auch, welcher eine erstmalige unübersichtliche Situation vor dem Tor der Alchenflüher mittels Backhandschlenzer zum 1:0 der Gastgeber nutzen konnte.

Die Devils hatten darauf weitere Chancen mittels Weitschüssen zu reüssieren. Die Weitschüsse waren jedoch oft zu hoch oder bauten den gut aufspielenden Hiltbrunner im Tor der Gäste auf, da der Abschluss zu oft von den Flügel gesucht wurde. Das 1:0 für die Devils wiederspiegelte jedoch das Geschehen im 1. Drittel und war verdient.

Trotz einigen Junioren im Team war Alchenflüh im Laufspiel schwächer als die Devils. Eine Schwäche welche die Langenthaler im 2. Drittel noch besser ausnutzen wollten. Es kam jedoch anders: Wie in der 2. Partie am Samstag fing man sich dumme Strafen ein und lud die Gäste zum Powerplay. Das Boxplayteam funktionierte jedoch wiederum ausgezeichnet und die Alchenflüher kamen zu keinem Tor. Mit Geduld versuchte man den Druck auf das gegnerische Gehäuse aufzubauen. Die optische Überlegenheit wurde jedoch von den Stürmer nicht ausgenutzt und wenn der Rückpass einen Verteidiger fand knallten diese die Bälle oft neben das Tor oder verzögerten die Ballabgabe zu lange. So kam es, dass eine schlechte Auslösung direkt den Stock eines Alchenflühers fand und dieser mittels Direktschuss Ruch im Kasten der Devils auf der Stockhandseite bezwang.

1:1 die Partie war wiederum neu lanciert.

Im Schlussdrittel begannen die Platzherren vorerst nervöser und suchten vehement den Abschluss auch mittels eines aufrückenden Verteidigers. In der 45 Minute wurden die beiden Langnenthaler Verteidiger erwischt und eine sich ergebende 2:1 Situation führte nach dem Schuss und Abpraller zur 2:1 Führung der Gäste.

Schlechte Vorzeichen für die Devils. Dem Konzept von Neo-Coach Trüssel wurde jedoch nichts verändert. Steter Tropfen höhlt den Stein, so kam es dass Stefan Kaufmann mittels Sonntagsschuss über die Fanghand des Gästekeepers das 2:2 in der 50. Minute bejubeln konnte. Durch einen Weitschuss aus der 2. Reihe konnte nach langem wieder einmal ein Verteidiger ein Tor bejubeln. Die Spannung war wiederum riesig und das Skore ausgeglichen. Die Kräfte jedes Akteurs schwanden jedoch über die Spielzeit.

Die mässige Leistung der Schiedsrichter aus Oberwil trug einigen Unmut der Spieler in die Partie bei, so dass es zum Spielende ruppiger wurde und im Bandenbereich die Checks mehr als nur krachten.

Ein Halten angrenzend an die Bande brachte den Devils ein wichtiges Powerplay fünf Minuten vor dem Spielende. Der Druck wurde aufgebaut und die vierte Überzahlmöglichkeit wollte das Team nutzen. Garnier mittels hervorragendem Laufspiel wirbelte nach belieben, so dass der Alchenflüher Diggelmann nach einem Abschlussversuch die Nerven nicht mehr im Zaum halten konnte und diesen anging. Eine Tätlichkeit mittels Hand direkt in das Gesicht von Garnier wurde von den Schiedsrichter zu recht mit einer grossen Strafe bestraft. Keinen grossen Dienst leistete der Alchenflüher seinem Team, waren doch nur noch fünf Minuten zu spielen und die Devils konnten zugleich noch über 1:30 Minuten mit 4 gegen 2 Spieler agieren. Nach nur 20 Sekunden Spielzeit hatte Heer endlich den Platz vor dem Tor und konnte via Passstaffette mit einer Direktabnahme das 3:2 für die Devils erzielen. Eine super Stimmung auf und um das Feld; eine Aktion welche das Playoff-Fieber spürbar macht! Obwohl die Alchenflüher einen Spieler wieder zurück hatten auf dem Feld, spielten sie trotzdem mit 3 gegen 4 Spieler über die restlichen vier Minuten. Die Devils clever den Vorsprung haltend, mussten nur noch ein Bully vor dem eigenen Kasten zulassen. Die Aktion nur eine Sekunde vor Schluss war jedoch zu wenig zwingend um den Devils-Keeper noch zu bezwingen, so dass die Langenthaler knapp aber nicht unverdient das Spiel mit 3:2 für sich entscheiden konnten.

Fazit: Alchenflüh machte aus ihrem Spielerpotential es den Devils sehr schwer in dieser 1/4 Finalpaarung.

Die Devils auch nach den zwei gewonnenen Spielen noch lange nicht auf dem Formstand mitte der Saison. Jetzt gilt es gegen Worblaufen sich weiter zu verbessern und den Lauft durchzuziehen sowie das Heimrecht zu verteidigen.


Langenthal Devils I – Alchenflüh I 3:2 (1:0/0:1/2:1)

Streethockeyplatz Hard, Langenthal

Zuschauer: 100

Tore: 13. A. Gerber (Felber) 1:0, 34. Zaugg 1:1, 45. Gerber (Wälti) 1:2, 50. Kaufmann (A. Gerber) 56. Heer (Felber, A. Gerber / PP Ausschlüsse Zaugg, Beyeler) 3:2

Strafen: Devils 2x2min / Alchenflüh 4x2min + 1x5min Beyeler

Team Devils: Ruch, Röthlisberger, P. Gerber, Eichelberger, Kaufmann, Bame, Kurt, Diener, Heer, Felber, A. Gerber, Suter, Garnier, M. Trüssel

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