Junioren: Gut gekämpft, schlecht belohnt

Nach der hohen Niederlage gegen Seetal wollten die Junioren heute wieder einmal Punkte holen. Gegen Grenchen wusste man, dass man mit einer ansprechenden Leistung wie gegen Seetal im ersten Drittel hier wirklich mithalten kann.

Die Partie verlief leider nicht wunschgemäss und so musste man nach knapp zwei Minuten bereits einem Rückstand hinterherlaufen. Es kam jedoch noch schlimmer und schon nach 8 Minuten lag man trotz ansprechender Leistung mit 0:2 zurück. Coach Kamm welcher heute sein Debüt an der Bande gab, redete seinen Jungs ins Gewissen jetzt weiter so zu spielen und nicht wie bereits in den vorherigen Spielen im zweiten Drittel einzubrechen.

Der Vortrag von Kamm schien Gehör zu haben und so kamen die Gastgeber wie die Feuerwehr. Jürg Schneeberger wirbelte sich durch die Grenchner Hintermannschaft und drückte ab. Der Ball wurde vom Torhüter abgewehrt und landete schön vor den Füssen von Yanick Ruppert, welcher heute ausnahmsweise als Stürmer agierte, dieser liess sich nicht zweimal bitten und versenkte den Ball gekonnt unter die Latte. Den Gästen, welche nur mit sechs Feldspielern antraten, sah man die müden Beine langsam an und nach einer Strafe war es Sato Töndury, welcher auf Pass von Rytz den Ausgleichstreffer erzielte. Es kam gar noch besser nach 31 Minuten konnte Rytz auf Pass von Schertenleib den erstmaligen Führungstreffer bejubeln. Leider kurze Zeit später nutzen die Grenchner eine kleine Unachtsamkeit in der Langenthaler Abwehr aus und konnten erneut ausgleichen.

Nach diesem Treffer standen die Schiedsrichter im Fokus, erst kickte Sato Töndury den Ball an den gegnerischen Pfosten, dieser prallte an den Torhüter und wurde letztlich von einem eigenen Verteidiger noch ins Tor befördert. Die Schiedsrichter, welche ein über das ganzes Spiel schlechtes Stellungsspiel hatten, gaben den korrekten Treffer nicht. Auf der Gegenseite kam es sogar noch besser, die Gäste schossen aufs Tor, Goalie Röthlisberger konnte den Ball nicht blockieren, der Ball rollte Richtung Torlinie und wurde von Adrian Schertenleib versucht abzufangen. Weder der Grenchner, noch der Langenthaler Schiedsrichter sahen, ob der Treffer im Tor war, was selbst von der Spielerbank nicht zu sehen war. Nichtsdestotrotz wurde der Treffer obwohl keiner es gesehen hat gewertet. Der erneute Rückstand der Teufel gab den Gästen wieder Aufschwung. Die Teufel welche durch die fragwürdigen Entscheidungen der Schiedsrichter jetzt das Konzept verloren hatten, brauchten eine lange Zeit um wieder ins Spiel zurückzufinden.

Die Oberaargauer, welche nach einigen Minuten den Schock verdaut hatten, fanden langsam wieder den Tritt und waren nun vermehrt in der Grenchner Spielhälfte anzutreffen. Die Gastgeber, welche immer müdere Beine hatten konnte sich fast nur noch durch Fouls zu Wehr setzen und zu aller entsetzen wurde selbst für einen Check von hinten gegen den Rücken von Schneeberger mit mindestens drei Meter Anlauf keine Strafe ausgesprochen. Auch noch andere strafbare Aktionen wurden grosszügig übersehen. So kam es, dass man noch einen Gegentreffer hinnehmen musste. Coach Kamm versuchte gegen die drohende Niederlage anzukämpfen und stellte sein Team noch offensiver ein. Die Teufel schossen aus allen Lagen, doch es schien, dass kein Ball den Weg ins Tor mehr finden würde. Fünf Sekunden vor Schluss konnte Sato Töndury noch auf 5:4 verkürzen, doch die fünf Sekunden reichten für einen verdienten Punkt nicht mehr aus.

Fazit: Die Junioren zeigten eine tolle Mannschaftsleistung, wäre noch ein wenig mehr Glück und mehr Fingerspitzengefühl der Schiedsrichter heute vorhanden gewesen, so hätte man verdient einen oder zwei Punkte ins Trockene gebracht.


Devils Junioren – Grenchen-A. Junioren 4:5 (0:2/3:2/1:1)

Tore Langenthal:

22. Ruppert (Schneeberger), 24. PP Töndury (Rytz), 32.Rytz (Schertenleib), 60. Töndury (Schertenleib),

Strafen:

Devils: 2x2min

Grenchen: 1x2min

Team Devils:

Röthlisberger, Duppenthaler F., Gafner, Ruppert, Schertenleib, Duppenthaler M., Rytz, Bryner, Beutler, Schneeberger, Baumgartner S., Baumgartner D., Friedberg, Töndury, Bavan, Kurzbuch

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