Hohe Niederlage für die Devils II im Spitzenkampf

Zum Abschluss der Qualifikationsrunde empfingen die Devils II den Leader Phoenix Hägendorf zum Spitzenkampf. Schon vor dem Spiel war klar, dass es für die Langenthaler eine schwierige Aufgabe würde. Insbesondere weil die Devils nicht mit drei kompletten Linien antreten konnten. Von Beginn an setzten die Hägendorfer mit schnellen Vorstössen die Langenthaler Defensive unter Druck. Devils-Goalie Raphael Born hatte alle Hände voll zu tun. Vier Mal musste er sich in den ersten 20 Minuten geschlagen geben. Und da die Devils-Stürmer einige durchaus gute Möglichkeiten nicht zu nutzen wussten, stand es nach dem ersten Drittel 4 zu 0 für den Leader.

Auf eine Reaktion der Devils wartete man im zweiten Drittel vorerst vergeblich. Erst nachdem die Solothurner auf 8 zu 0 erhöht hatten, konnte das Heimteam erstmals jubeln. Bruno Burkhard traf mit einem satten Handgelenkschuss von der Mittellinie. Damit war der Anfang gemacht. Wenig später schoss Stefan Kaufmann in Überzahl das zweite Langenthaler Tor und für den Treffer des Tages war in der 37. Minute wiederum Burkhard besorgt, welcher den Hägendorfer Schlussmann mit einem Schuss von der eigenen Grundlinie (!!!) bezwingen konnte. Trotzdem waren die Verhältnisse weiterhin klar. Die Langenthaler hatten mit der Schnelligkeit des Leaders ihre liebe Mühe. Nach zwei Dritteln war der Zwischenstand 3 zu 10 aus Devils-Sicht.

Obwohl die Hägendorfer also deutlich in Führung lagen, zeigten sie im Schlussdrittel plötzlich ihre hässliche Fratze. Entweder hatten sich die Gäste von ihrem primitiven Anhang anstecken lassen oder bei einigen Exponenten hatte die Wirkung des Ritalins nachgelassen. Innert wenigen Minuten schafften sie es aus einer eigentlich fairen Partie ein gehässiges Spiel zu machen. Da waren gesundheitsgefährdende Bandenchecks und ein Faustschlag gegen Devils-Topskorer Andreas Gerber Aktionen, welche alle von den überforderten Schiedsrichtern nicht geahndet wurden. Kein Wunder eskalierte die Situation fünf Minuten vor Spielschluss. Nach einem Beinstellen eines Langenthalers stürzten sich gleich drei Hägendorfer auf Devils-Verteidiger Martin Kurt und in der Hitze des Gefechts bekam Langenthaler Captain Christof Gerber auch noch einen Tritt an den Kopf. Mit Sport hatte dies nichts mehr zu tun. Unverständlich, dass nur ein einziger Solothurner eine Strafe erhielt. Laut den Fairplay-Weltmeistern aus Hägendorf passieren solche Eskalationen übrigens sowieso immer nur gegen Langenthal. Schwer zu glauben – tummeln sich doch drei Phoenix-Spieler in den Top 5 der Liga-Strafenliste. Nicht zu vergessen, dass sich Devils-Verteidiger Patrick Wälchli nach einem unfairen Check im Hinspiel einen Innenbandriss zuzog.

Das Spiel war inzwischen zur Nebensache geworden. Gegen Schluss zeigte die Langenthaler Defensive bei 3 gegen 3 Auflösungserscheinungen und man kassierte noch mehrere Gegentore zum Schlussstand von 6 zu 18.

Tore Devils: Burkhard (2x), Christof Gerber (2x), Kaufmann und Häfelfinger.

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