Mit Einsatz und Freude zum Sieg

Vergangenen Sonntag stand ein weiterer vielversprechender Gegner auf dem Programm der Devils I. Mit gerade nur 10 Spielern fuhr man im Partybus (organisiert durch die Busdame Wälchli) ins Wallis nach Martigny.

Was stand uns nun bevor: ein Riesen Platz, ein Team das über 3 Blöcke verfügt, Eiseskälte, ein defektes Bandentörli, ein seit Monaten nicht trainierter Goalie, Übergewicht in der Hälfte der eigenen Teammitglieder und tief stehende Sonne.

Was in den Köpfen vor sich ging, kann niemand so genau sagen. Man machte sich trotzdem voller Zuversicht ans Spiel.

Im ersten Drittel merkte man sofort, das hier in Martigny was drin liegt, trotz läuferischem Defizit, vermochte man dem Gegner Paroli zu bieten. Dennoch musste man in der 5. Minute den ersten Gegentreffer in Kauf nehmen. Das Spiel gestaltete sich ausgeglichener als man dachte. Martigny vermochte nicht stetig unseren Konterangriffen entgegen zu halten und Kassiert so in der 9. Minute den Ausgleichstreffer, durch ein Chlefu von Topscorer Adrian Gerber im Powerplay.

Man merkte schnell das der Torhüter von Martigny alles andere als sicher war. Abpraller ergaben für die Devils weitere Chancen, welche aber im ersten Drittel nicht genutzt werden konnten. Martigny schoss in der 13. Minute nicht unverdient das 2:1. Bis zum Ende des Drittels konnten keine weiteren Treffer erzielt werden. Ein Starkaufspielender Raffi Born hielt die Devils im Spiel.

Nach einer positiven Ansprache von Capitan Gerber in der Drittelpause, agierten die Herren aus Langenthal souveräner und cleverer. Was dann auch Früchte trug. Mit einem harten Handgelenkschuss verwerte wiederum Gerber zum Ausgleich für die Langenthaler. Es waren gerade mal 4 Minuten des zweiten Drittels verstrichen. Noch besser kam es 32 Sekunden später als Kusi Hofer den Führungstreffer zum 2:3 erzielte. Kusi, welcher zum Anfang so seine Mühe hatte, blüht nun in voller Pracht auf und gibt dem Team einen Super Rückhalt. Die Beiden Teams lieferten sich nun einen offenen Schlagabtausch. Doch genau 10 Minuten nach dem Führungstreffer der Devils, reihte sich Sili Kaufmann in die Torschützenliste ein. Ein perfekt heraus gespielter Spielzug mit Showeinlage von Andele Kamm, verbuchte Sili Kaufmann zum vielumjubelten 2:4. Das Resultat hielt man nun bis zur wohlverdienten Drittelspause.

Man war nun gewarnt im 3. Drittel das Spiel nicht mehr aus der Hand zu geben. Man wollte beweisen, das der frische wind von Coach Starkermann auch ohne diesen durch die Devils Gesichter wehen kann. So weit so gut, man spielte clever und teile seine Kräfte ein. Was aber nun nach und nach zum Verhängnis wurde, waren die Strafen, welche man unnütz entgegen nehmen musste.

Die Refs aus Diabla pfiffen jede noch so kleine "Berührung" auf Seiten der Devils. Auch das Spiel der Martinacher wurde zunehmend aggressiver. In der 46. Minute wurde unsere Maschine Stampfli ausser Gefecht gesetzt. Mit einem üblen Ellenbogencheck mit Anlauf gegen die Bande und mitten ins Gesicht von Stampfli, wurde die Nr. 61 von Martigny richtigerweise mit einer Matschstrafe vom Feld geschickt. 5 Minuten konnten nun die Devils mit einem Man mehr agieren. Dennoch vermochte man die Führung in dieser Zeit nicht auszubauen. Die Martinacher setzten nun einen Gang zu. Lange konnte man dem Druck entgegen halten, doch in der 54. Minute erzielten die Gastgeber ein Tor. Oder nicht? Ein Ref zeigte das Tor verzögert an und der andere lies weiter spielen, da der ball nicht im Netz hing.

Aus Sicht der Devils war dies ein Phantomtor, welches einige Sekunden später durch die Refs mit der Hand zum Mittelpunkt, angezeigt wurde.

6 Minuten waren noch zu spielen. Alles lief noch nach Plan der Devils I, doch durch eine dumme Strafe von Diva Lanz 3 Minuten vor Schlusse, musste man sich noch mal im Boxplay beweisen. Doch die Kräfte schwanden bei Goalie und Spielern und man musste den 4:4 Ausgleich kurz vor Schluss entgegennehmen.

Nun entschied der Sudden Death. Eine schwierige Situation für die Langenthaler, da das Momentum nun bei Martigny lag.

Sekunde um Sekunde verstrich in der Verlängerung, bis Topscorer Ädu Gerber zum alles entscheidenden 4:5 traf. Aus heiterem Himmel durch einen Konter ausgelöst von Söhnlein Zollinger, verwertete Gerber den Ball zu seinem Hattrick. Die Freude war nicht mehr auf der Bank zu halten und man warf alles über die Bande um den hart erkkämpften Sieg zu feiern.

Auf der anschliessenden Heimreise im Partybus wurde dies mit einem von Trainer Niggli gesponserten Bierlein gefeiert. Einziger Wermutstropfen war die Einlieferung von maschine Stampfli ins Spital Langenthal, wo nun weitere Untersuchungen stattfinden.

4:5 (2:1-0:3-2:0-0:1)

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