Damen verlieren die Finalissima

In zwei umkämpften Spielen müssen sich die Devils Damen wie bereits im vergangenen Jahr knapp an Sierre geschlagen geben. Die Serie war dieses Jahr nochmals eine engere Angelegenheit und den Zuschauern wurde ansprechendes Frauenhockey geboten.

In der erste Partie konnten die Devils mit einem Kontertor durch Rätz noch in Führung gehen. Zwei Mal ein Zuordungsfehler ermöglichte es den Walliserinnen innert Kürze das Spiel aber zu drehen. Mit dem 3:1 durch einen Weitschuss mussten die Langenthalerinnen zur 2. Halbzeit einer Hypothek nachrennen. Vera Gänsslen ermöglichte es dem Team nochmals an den Sieg zu glauben. Ein schwaches Defensivbully zerstörte drei Minuten vor Spielende jedoch den Glauben an eine Wende. Die Walliserin M. Chavaillaz machte mit einem Bully-Tor den Unterschied zum Spielende.

Auch in der zweiten Partie wurde die erste Unterzahl der Devils durch die starke Linie Revey, Janjic, Chavaillaz und Apotheloz konsequent ausgenutzt. Da die Damen aus Sierre im Vergleich zum ersten Spiel nochmals besser die Räume schlossen hatten die Devils nur durch vereinzelte Konterläufe Torchancen zu verzeichnen. Diese konnten allesamt jedoch nicht genutzt werden. Die Partie war wiederum eng und auf Messersschneide. Eine Überzahlgelegenheit der Devils wurde nicht genutzt und die langenthaler Akteurinnen liefen anschliessend ungestüm ins offene Messer. Das Eigentor durch den Captain Grädel, der Ball welcher durch einen Querpass und Fuss den Weg ins eigene Tor fand, wurde zum Todesstoss. So mussten die Devils Ladies sich auch im 2. Spiel der best of 3 Serie geschlagen geben.

Fazit: Die Devils Ladies haben eine ansprechende Leistung gezeigt. Der nötige Exploit blieb an diesem Tag jedoch aus. Sierre war in läuferischer Hinsicht den Devils ebenwürdig und spielte damit die technische Überlegenheit aus. Den Devils bleibt der Trost gut gekämpft zu haben, dieser sichert aber keine Meisterschaft.

Die Ladies müssen in der kommenden Spielzeit gemeinsam die Ziele neu definieren, nur so wird sich das Team nochmals spielerisch und technisch steigern können.

Das Damenhockey an der Spitze wird seit zwei Jahren in den Details entschieden. Diese Details und die körperliche Fitness sind die Hauptfaktoren an welchen die Langenthalerinnen arbeiten müssen. “Hauruck”-Hockey und reines Plauschhockey ist Vergangenheit und reicht nicht mehr um den 1. Rang zu garantieren.

Positiv für das Team ist es dass mit den beiden Zugerinnen Elvira Rütimann und Irene Käppeli zwei Spielerinnen sich bestens in das Team integrieren konnten und dies auch mit guten Leistungen quittierten. Mit Sarah Trummer konnte zudem wiederum eine neue Streethockeyanerin eingeführt werden. Der Charakter des Team ist weiterhin sehr gut.


Spiel 1 Langenthal Devils Damen - Sierre Lions Damen 2:4 (1:3/1:1)

Martigny, Zuschauer: 47

Tore: 2. Rätz (Salm) 1:0, 5. Oliveira (Gaudin) 1:1, 8. Chavaillaz (Revey) 1:2, 15. Bruttin (Janjic, Apothéloz) 1:3, 24. Gänsslen 2:3, 28. Chavaillaz (Janjic) 2:4

Strafen: Devils 1x 2min / Sierre 2x 2min

Team Devils Damen: Locatelli (15:00 Blaser), Grädel, Trummer, Berchtold, Käppeli, Hofer, Karlen, Gänsslen, Stoffel, Rätz, Gabi, Salm, Rütimann, Krähenbühl


Spiel 2  Langenthal Devils Damen - Sierre Lions Damen 0:2 (0:1/0:1)

Martigny,  Zuschauer: 100

Tore: 5. Chavaillaz (Janjic/ PP Ausschluss Salm) 0:1, 18. Chavaillaz (Loretan) 0:2

Strafen:  Devils 1x 2min / Sierre 2x 2min

Team Devils Damen: Blaser (ET: Locatelli), Grädel, Trummer, Berchtold, Käppeli, Hofer, Karlen, Gänsslen, Stoffel, Rätz, Gabi, Salm, Rütimann, Krähenbühl